11. Folge - Mihri erzählt - Ein Haus für alle Generationen

Shownotes

Pflegen.Lachen.Machen - der Podcast rund um Pflege und Altern.

Dieser Podcast lebt von Begegnungen, Geschichten und Erfahrungen aus der Pflege, aus dem Ehrenamt und aus unserer Region.

Im Podcast Pflegen.Lachen.Machen. sprechen wir über Menschen, die sich engagieren, über Themen rund um die Pflege, Gemeinschaft und das Leben im Alter - ehrlich, menschlich und mit einem offenen Blick, für das, was uns verbindet.

Mir ist wichtig, dass sich alle Menschen angesprochen fühlen. Auch wenn im Podcast oder in den Texten nur eine Geschlechtsform verwendet wird, sind selbstverständlich immer alle Geschlechter gemeint.

Kontakt & Informationen:

Wenn Ihr Fragen habt, Themenvorschläge einbringen möchtet oder selbst einmal Teil des Podcasts sein wollt, freue ich mich über eure Nachricht.

E-Mail: pflegenetzwerk-michendorf@outlook.de

Informationen zur Arbeit und zu Veranstaltungen des Netzwerkes Pflege & Inklusion in Michendorf findet ihr auf der Website der Gemeinde Michendorf unter der Rubrik- Vereine & Netzwerke:

www.michendorf.de oder direkt https://www.michendorf.de/verzeichnis/visitenkarte.php?mandat=241593

Wenn Ihr mehr über das Familienzentrum in Michendorf erfahren wollt, dann besucht sie auf der Website: www.caritas-brandenburg.de/familienzentrum-michendorf und wenn Ihr einen Termin zum persönlichen Gespräch buchen möchtet, ruft unter der 033205 210743 an. Oder schreibt einfach eine Mail an fz-michendorf@caritas-brandenburg.de.

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Einfach reinhören. Einfach machen.

Dein Pfleger Martin

Transkript anzeigen

00:00:08: Was fällt euch als erstes ein, wenn ihr den Begriff Familienzentrum hört?

00:00:14: Wahrscheinlich denken viele von Euch an Krabbelgruppen, Eltern-Kafés oder Angebote für Familien für kleine oder mit kleinen Menschen.

00:00:24: Doch Familienzentren sind viel mehr.

00:00:27: Sie sind Orte der Begegnung, der Beratung und der Gemeinschaft – viele Menschen in unterschiedlichsten Lebensphasen!

00:00:36: In Brandenburg gibt es seit zwei tausend neunzen ein Landesprogramm zur Förderung von Familienzentren.

00:00:42: Mittlerweile werden fünfundfünfzig

00:00:45: im

00:00:45: Familienzentrum im ganzen Land unterstützt, sie schaffen Räume in denen Menschen zusammenkommen sich austauschen können voneinander lernen

00:00:55: und

00:00:56: sogar Unterstützung finden.

00:00:58: das ganze ist unkompliziert und mittel im Alltag.

00:01:03: dabei begleiten Familienzentre Menschen vom

00:01:06: früheren

00:01:07: Kindesalter an, von Krabbelgruppe über Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien bis hin zum Treffpunkt für Eltern, Großeltern, Seniorinnen und Senioren

00:01:20: oder aber auch

00:01:21: für pflegende Angehörige.

00:01:23: Sie zeigen wie wertvoll Gemeinschaft sein kann und wie wichtig Orte sind, an denen niemand alleine bleiben muss.

00:01:31: Genau deshalb freue ich mich heute auf meinen Besuch im Familienzentrum Michendorf.

00:01:37: Dort treffe ich Miri, die seit vielen

00:01:39: Jahren

00:01:40: mit Herzblut im Familiencentrum tätig ist.

00:01:43: Gemeinsam sprechen

00:01:44: wir darüber

00:01:45: was die Arbeit in einem Familienzentraum so besonders macht welche Angebote

00:01:51: es gibt,

00:01:52: welche Menschen dort zusammenkommen und warum solche Orte für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt heute wichtiger denn je sind.

00:02:02: Ich wünsche euch jetzt ganz, ganz viel Spaß beim Zuhören und sage herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Pflegen Lachen Machen.

00:02:11: Und liebe Miri schön dass

00:02:14: du da

00:02:14: bist!

00:02:15: Und herzlich Willkommen!

00:02:27: Miri,

00:02:27: ich mach das mal ganz einfach.

00:02:29: Normalerweise könnte ich dich jetzt vorstellen ... Aber wir waren das anders.

00:02:32: Stell dich selber vor!

00:02:34: Wer bist du?

00:02:35: Ja, wer bin ich?

00:02:36: Ich bin Mirijan Chayaka.

00:02:39: So ist mein vollständiger Name.

00:02:41: hier in Michendorf kennt man mich unter Miri.

00:02:44: Den Namen kann man sich einfach merken und wenn man das Gesicht dazu hat dann ist es eh.

00:02:51: Einfacher.

00:02:52: So, wer bin ich?

00:02:54: Ich habe hier im Familienzentrum angefangen und habe damals die Stelle der Integrationsfachkraft ... Nein!

00:03:04: Doch!

00:03:06: Du hast gerade mit dem Kopf geschüttelt, da dachte ich, nein das ist wirklich was.

00:03:11: Das ging um die Wortwahl.

00:03:12: Integrations Fachkraft.

00:03:14: Und dann landet man im Familien-Zentrum.

00:03:16: Genau und zwar gibt Das gibt es hier in Michendorf eine Gemeinschaftsunterkunft.

00:03:23: Und die hat im August und ich durfte die Stelle der Integrationsfachkraft und der Ehrenamtskoordination in der Geflüchtetenarbeit aufbauen.

00:03:37: Diese Stelle gab's bis dato noch nicht, da hab' ich jeweils mit zwanzig Stunden angefangen Ich glaube, zwei Jahre gemacht.

00:03:49: Und als die Kollegin hier im Familienzentrum ihre Stelle aufgegeben hat, habe ich mich für die Stelle der Koordinatoren des Familiencentrums beworben und hab sie dann bekommen!

00:04:01: Und seitdem hast du eine kombinierte Stelle?

00:04:03: Nein!

00:04:04: Seitdem bin ich nur die Koordinatorin des Familienzentrons und die Stelle der Integrationsfachkraft und der Ehrenamtskoordination hat zu dem Zeitpunkt ... ein Kollege übernommen und dann eine Kollegin, genau.

00:04:18: Und mittlerweile gibt es beide Stellen nicht

00:04:21: mehr.

00:04:22: Das ist leider in der heutigen Zeit ja gar nicht so ... Wir haben uns ja im Vorfeld schon kurz darüber unterhalten.

00:04:29: Wir wollen die Hörer vielleicht ganz kurz mit reinnehmen auch wenn das gerade nicht so richtig passt.

00:04:34: Die aktuelle Zeit, die Gesundheitsreform und viele Reformen.

00:04:38: Und die Geldbeutel sind knapp bei den Kommunen, bei den Krankenkassen

00:04:43: etc.,

00:04:44: das lässt schon sehr viel aufhorchen.

00:04:46: Man muss halt gucken, welche Stelle wird wie noch benutzt?

00:04:50: Und besetzt darf ich fragen ... Wer ist denn eigentlich dein Arbeitgeber?

00:04:55: Mein Arbeitgebers ist die Kommune und der Landkreis.

00:05:01: Also das sind die Geldgeber!

00:05:03: Die, die das finanzieren.

00:05:05: Hier war jetzt zur Hälfte bislang und der Träger ist die Caritas also der Caritas-Verband für das Erzbistum Berlin eVu.

00:05:14: Und genau!

00:05:15: Die haben die Trägerschaft und führen das sozusagen aus und der Landkreis und die Kommune finanziert das Ganze.

00:05:22: Ich bin noch nicht ganz fertig mit dir wenn du sagst Du bist hier zum Familienzentrum gekommen als unter Vor vorher als Integrationsfachkraft.

00:05:33: Was hast du davor mal gelernt?

00:05:35: Vom Grundberuf bin ich Erzieherin.

00:05:38: Mein Wunsch war es immer, habe ich leider nicht umgesetzt, war Psychologie zu studieren und da ich dann aber zu dem Zeitpunkt auch mit Kindern ... Mit meinen Kindern beschäftigt war nicht geschafft, habe ich noch mal eine Weiterbildung Ausbildung gemacht als Psychodrama-Leiterin und das auch nochmal in der Organisationsentwicklung.

00:06:02: Und weil mich das schon immer sehr interessiert hat wie Tickenmenschen was brauchen die?

00:06:10: Wie sind die Bedarfe?

00:06:11: Was kann man da

00:06:12: machen?".

00:06:14: Daher war das Familienzentrum für mich ein Ort, wo ich sehr bedarfsoorientiert arbeiten durfte.

00:06:21: Den Eindruck hab' ich auch immer!

00:06:22: Wir arbeiten ja schon eine ganze Weile zusammen, dass du vorher im früheren Leben quasi Erzieherin warst.

00:06:28: Das wusste ich aber noch nicht.

00:06:29: Siehst, er lernt man immer noch was dazu.

00:06:31: Wobei ich nicht im klassischen Sinne... in einer Kita gearbeitet habe, sondern ich war im Kinder- und Jugendhilfezentrum in Berlin.

00:06:39: Und hab ja in innerwohnenden Gruppen gearbeitet – in der Großgruppe und in der Clearingstelle.

00:06:47: Also es war schon immer eine andere Herausforderung mit Kindern unter Erwachsenen, die einen besonderen Bedarf

00:06:54: hatten.".

00:06:56: Die Erwachsenen da nicht ausgrenzen, ne?

00:06:58: Gerade wenn die Kinder betroffen sind muss man die Eltern mit einbeziehen oder ja die Angehörigen mit ein beziehen und sie haben auch ihr Päckchen zu tragen.

00:07:07: Genau das ist ja das System sozusagen wo die Kinder dann groß werden.

00:07:12: Und dass habe ich.

00:07:13: achtzehn plus sieben sind...

00:07:16: ...fünfundzwanzig

00:07:18: Jahre gemacht.

00:07:18: Ich bin froh, dass ich richtig gerechnet hab.

00:07:23: Was macht quasi heute am meisten Spaß, am meisten Freude an deinem

00:07:28: Beruf?

00:07:29: Am meisten Freunde bereitet mir wenn ich die Menschen zusammenbringe.

00:07:35: Wenn alt und jung klein und groß dick und dünn mit- und ohne Migrationshintergrund mit und ohne Beeinträchtigung die Menschen hier zusammenkommen.

00:07:47: Sich kennenlernen, sich austauschen, sich unterstützen, sich ein eigenes Netzwerk aufbauen und das gefällt mir ganz

00:07:57: besonders.".

00:07:58: Das heißt es Ganze auch total ohne Zwang?

00:08:00: Ich komme hierher ich will hier was machen und ich lerne neue Menschen kennen und habe eine schöne Zeit!

00:08:06: Ja

00:08:07: und das ist zum Gegensatz zu meinem vorigen Tun wo ich eher gegen den Widerstand gearbeitet habe bei Eltern und Kind, die dort nicht sein wollten.

00:08:18: Ist das hier natürlich genau das Gegenteil?

00:08:21: Hier kommen die Menschen her weil sie was wollen – und das ist eine ganz andere Basis, die man hat und eine viel schnellere und offene Begegnung, die stattfinden kann.

00:08:34: Ich komme ja drei oder viermal im Jahr zu dir und mache hier einen kleinen Vortrag, ob das Thema Demenz ist oder die Patientenverfügung und die Vorsorge voll macht.

00:08:43: Was mir am besten immer gefällt, ist diese kleine Gruppe, diese Individualität und dadurch so eine Persönlichkeit reinzubringen und demjenigen... in Ruhe aufzeigen zu können, wie man was auch besser machen kann.

00:08:57: Und ich erlebe dann immer eine totale Freude des Gegenübers der mir dann auch sagt, oh danke, endlich hat mir das mal einen an Ruhe erklärt und ohne Zwang.

00:09:08: Ich kann nur wieder sagen, ich komme super gerne her!

00:09:11: Die Frage stellt sich natürlich immer wieder, wie groß müssen die Gruppen seinen Anführungen strichen?

00:09:18: Egal was man anbietet.

00:09:20: Und anfänglich war mir auch wichtig, so der Außenwelt zu zeigen.

00:09:27: Guckt mal hier ins Familienzentrum kommen ganz viele und es kommen auch ganz viele!

00:09:32: Es ist trotz einem nicht das A sondern das O was zählt?

00:09:38: Nämlich dass es qualitativ für die Menschen etwas bringt.

00:09:43: also wenn ich eine Veranstaltung oder ein Angebot mache anfänglich in unseren gemeinsamen Veranstaltungen, wenn dann da sechzehn Leute in einem Raum sind und mit ihren Bedarfen kommen oder Fragen kommen.

00:10:03: Und dann wieder rausgehen und vielleicht grundsätzlich zufrieden waren aber nicht ganz auf ihre Kosten gekommen sind?

00:10:10: Dann habe ich das lieber dass es vielleicht nur zehn sind und dafür aber qualitativ einfach besser zufrieden rausgehen, weil all ihre Fragen beantwortet wurden.

00:10:23: Dieses

00:10:24: Zufrieden raus gehen, das höre ich total gerne.

00:10:27: Weil das ist genau das Entscheidende.

00:10:29: Einfach für denjenigen da zu sein, dem mitzunehmen und die Fragen auch einfach beantworten zu können.

00:10:35: Und je größer die Veranstaltung, je größter die Gruppe, desto schwieriger ist es halt auf denjenigen einzugehen.

00:10:42: Sag mal ... Jetzt sind wir ja schon quasi mittendrin.

00:10:45: Wir sind jetzt schon beim Familienzentrum gelandet.

00:10:47: Viele denken bei dem Begriff Familienzentraum zuerst an Eltern und kleine Kinder, aber tatsächlich steckt viel mehr dahinter.

00:10:56: Erzähl doch mal was macht das Familienzentrem für dich so richtig aus?

00:11:00: Als ich hier im Jahr zwei Tausend neunzehn angefangen habe ist mir schon sehr schnell aufgefallen dass das Familiencentrum gehe ich noch mal einen Schritt zurück, was den Grundstein der frühen Hilfen hat.

00:11:13: Dass die Angebote im Familienzentrum für Familien mit Kindern von null bis drei ... Ja das ist die Basis um frühzeitig Themen oder Herausforderungen der Familien aufzunehmen und weiter zu leiden oder zu begleiten.

00:11:29: Und jetzt springe ich wieder nach vorne.

00:11:31: Als ich hier in dem Jahr zwei Tausend neunzehn angefangen habe, hab' ich festgestellt, ähm Familie endet ja nicht wenn Kinder drei Jahre und einen Tag sind, sondern dazu gehören Geschwisterkinder.

00:11:43: Dazu gehören Großeltern.

00:11:45: Dazu auch Senioren, die vielleicht keine Kinder haben oder keine Enkelkinder haben.

00:11:51: Und dazu gehörten auch Menschen, die alleine sind.

00:11:57: Mein Ziel und mein Wunsch war immer, dass jeder willkommen ist, das die Familie ausmacht die Menschlichkeit ausmacht und das Gemeinsame, ja dass man nicht alleine ist oder allein sein muss.

00:12:13: Je älter der Patient oder der Bewohner jetzt in meinem Bereich also im medizinischen da sprechen wir dann irgendwann von Isolationen und wie schlimm es eigentlich für jemandem ist, werden wir bestimmt in einer anderen Folge nochmal ausführlich besprechen.

00:12:30: umso schöner ist es, dass es Angebote wie das hier vom Familienzentrum auch gibt weil Man darf nicht allein sein, man sollte nicht alleine sein.

00:12:38: Man braucht nicht allein zu sein.

00:12:40: Aber an wen kann ich mich wenden?

00:12:42: Wo kann ich hingehen und überhaupt erst mal aus der Wohnung rauszugehen?

00:12:46: Und wenn ich dann sehe, dass zum Beispiel das Familienzentrum den Angebot macht oder in der Gemeinde ein Angebot gemacht wird oder ich vom Pfleginetzwerk einen Angebot mache, mich einfach aufzuraffen ... Wenn was da ist, ist ja viel größer als wenn ich jetzt alleine sage okay, ich gehe jetzt mal in den Wald spazieren Das ist schon eine große, große Schwierigkeit.

00:13:08: D.h.,

00:13:09: ich nehme mit, dass ich im Familienzentrum von jung bis alt zu dir kommen kann und für mich ein entsprechendes Angebot raussuchen kann.

00:13:18: Wenn ich jetzt ... Ja, einfach ganz frech mal frage, was gibt's denn so für Angebote?

00:13:23: Hau mal paar Dinge raus!

00:13:25: Vielleicht erzähle ich eine kleine Geschichte dazu, wenn du magst.

00:13:28: Die Angebote fangen an vom Babybegrüßung hier im Familien-Zentrum.

00:13:35: Das heißt, dass die Gemeinde, die Bürgermeisterin gemeinsam mit dem Familienzentrum ... Die Babybegrüßung hier vor Ort macht.

00:13:43: Zum einen das die Familien, die das Familienzentrum noch nicht kennenlernen können und zum anderen gleich in Kontakt mit anderen Eltern kommen können.

00:13:52: Dann ...

00:13:53: Vielleicht eine Zwischenfrage?

00:13:55: Kannst du mir vielleicht sagen wie viele Begrüçungen das so ganz grob im Jahr bei euch sind?

00:14:01: Also wir machen vier Babybegriffen im Jahr Und dafür müssen sich die Familien anmelden, damit wir auch wissen wie viele Begrüßungsbeutel wir packen.

00:14:11: Weil die Familien bekommen ja auch einen kleinen Beutel der hier in der Gemeinde ehrenamtlich genäht wird und Sponsoren aus der Gemende.

00:14:20: Die tragen dazu bei dass dieser Beutelt prall gefüllt ist.

00:14:24: Und dann lass mich überlegen also vielleicht so um die Achtzig

00:14:32: Das macht ihr hier vor Ort?

00:14:34: Und so lernen die Familien gleich die Räumlichkeiten kennen oder kommen wie gesagt auch gleich mit anderen Familien in Kontakt.

00:14:42: Dann gibt es die Krabbelgruppen, es gibt den Rückbildungskurs Es gibt eine Nähzeit wo Jungen und Alt kommen können Die Strickleseln, die ehrenamtlich für die Babybegrüßung stricken oder häkeln.

00:15:01: Und dann wird auch in der Nähzeit ehrenamtlich für den Babybegriff genäht.

00:15:06: Man kann aber auch was für sich selbst oder für Kinder und Männer.

00:15:11: oder für die Frauen,

00:15:13: was nähen.

00:15:13: Kann ich da als Mann auch vorbeikommen?

00:15:15: Natürlich!

00:15:16: Da ist jeder herzlich willkommen.

00:15:17: Wir haben sogar einen Mann der regelmäßig kommt und sich da sehr wohlfühlt.

00:15:23: Interessant.

00:15:24: Ja ...

00:15:25: Ich weiß noch nicht, ob das was für mich ist, aber du ... Oder man lernt ja nicht aus, ne?

00:15:28: Aber ernst gemeint, wenn ich jetzt da Interesse hätte, wie komm' ich da rein?

00:15:33: Entweder einfach am Familienzentrum vorbeikommt, dann können wir uns darüber unterhalten, wenn Du Interesse hast.

00:15:39: Oder du rufst an oder du schreibst mir eine E-Mail und die Kontaktdaten findet man auch auf der Gemeindeseite, im Internet, auf der Webseite.

00:15:50: Oder nachher in den Shownot?

00:15:52: Genau!

00:15:55: Was haben wir noch für Angebote?

00:15:56: Wir haben eine Lernwerkstatt da können Schulkinder kommen Hausaufgaben machen Welchen Referaten schreiben oder recherchieren?

00:16:07: Das wird durchs Ehrenamt auch begleitet.

00:16:10: Oder man kann hier zum Seniorenkegeln kommen, wir haben einen Spielenachmittag, wo wir Ausflüge machen.

00:16:19: Was wir auch haben ist ein Frühstück für die Strickliseln und da brauchen wir immer mal wieder strick- und hekelwütige Damen und Herren, die sich dazu gesellen möchten.

00:16:33: Das heißt jetzt hier einen direkten Aufruf.

00:16:35: Wir machen ein Frühstück, das ist einmal ... Was gesagt?

00:16:38: Einmal im Monat den Tag... Hast du ihn im Kopf?

00:16:42: Ja, Mittwochs.

00:16:43: Hier immer mittwochs!

00:16:44: Genau, immer mittWochs, einmal im Monate.

00:16:46: die Termine muss man dann hier schon nochmal nachfragen weil die variieren bisschen.

00:16:51: Ja, das hat kein Problem.

00:16:52: Das heißt ich melde mich hier beim Familienzentrum wenn ich stricken möchte und oder wenn ich ihr leckeres Frühstuck haben möchte.

00:16:58: Genau.

00:16:59: Das machen wir so.

00:17:00: Erzähl mal, wie sieht ein typischer Tag bei dir aus?

00:17:02: Also so einen typischen Tag gibt's nicht.

00:17:04: Wir haben Wochenplan.

00:17:05: Unsere Angebote finden von Montag bis Donnerstag statt.

00:17:10: Freitags halte ich mir den Tag immer frei für verschiedenste Vorbereitung und Nachbereitung.

00:17:17: Die Tage sind fest wo die Angebote stattfinden.

00:17:20: Und je nachdem was das für'n Tag ist meistbeginnig mit meinen E-Mails.

00:17:25: Ich hab viel Koordination und Organisation Angebote auch zu versenden, Werbung zu machen.

00:17:33: Die Listen zu führen.

00:17:35: wenn sich jemand an und abmeldet dann kommt im Alltag auch unverhofft auch jemand der vielleicht gerade eine Herausforderung hat und Hilfe benötigt.

00:17:46: Dann schaue ich oder unterhalte mich erst und schau dann wo kann ich diese Person auch hin leiten oder vermitteln?

00:17:54: Ist es vielleicht die Schwangerschaftsberatung ist es vielleicht die Erziehungs- und Familienberatung, ist es vielleicht Netzwerkpflege und Inklusion?

00:18:06: oder ist es eine Migrationssozialberatungen?

00:18:11: Weil das läuft hier vor Ort leider ja nicht mehr.

00:18:14: Wir können ja keine Beratungen mehr machen aber so im kleinen Rahmen herauszufinden worum's geht Das geht immer.

00:18:22: Oder wir haben auch eine Tauschbörse, da bringen Eltern zu klein geworden an die Sachen ihrer Kinder von Größe fünfzig bis über hundertvierzig Spiele, Schuhe Badesachen Bücher und... Dieser Raum wird sehr gerne und viel benutzt.

00:18:40: Und genutzt, der muss natürlich auch gepflegt und gehegt werden.

00:18:44: Dann klingelt zwischendurch das Telefon oder es kommen Anfragen dass jemand vielleicht was anbieten möchte weil hier als Koordinatorin habe ich eine vierzig Stunden Stelle und kann natürlich nicht alles selber machen Auch die Angebote nicht so dass sich mir auch Kursleiter an Landzieher bzw.

00:19:06: die sich bei mir melden und fragen, ob sie hier was anbieten können?

00:19:10: Die Rückbildung zum Beispiel macht eine Hebammer oder die Babymassage macht eine Osteopathin.

00:19:16: Ich kann nicht alles umsetzen

00:19:20: Das ist ja nachvollziehbar.

00:19:22: Ich höre ja schon raus, dein Tag ist sehr lang und du machst sehr viel!

00:19:26: Und ich sehe dich manchmal auch noch bei anderen Veranstaltungen wo du zu anderen hingest oder zu mir kommst, ne?

00:19:31: Zu meiner Netzwerk-Tätigkeit wo wir dann auch noch zusammensitzen und gucken, dass man das noch besser und gemeinsam irgendwie bewerkstelligt.

00:19:40: Das ist natürlich auch noch eine Arbeit die dazu gehört.

00:19:43: zum Familienzentrum ist die Netzwerkarbeit und ja auch Kooperationen.

00:19:49: Das muss ja auch alles gepflegt und auch gehegt werden oder auf Festen auch ne Präsenz zu zeigen Der Gemeinde auch mit dem Stand bei einer Veranstaltung zu unterstützen.

00:20:03: Ja, also jetzt wenn ich das so erzähle... ja ist schon eine Menge!

00:20:10: Ich versuche auch ganz leise zu sein und höre dir gespannt zu.

00:20:13: Also ich weiß ja was du alles machst und wenn man dann überlegt in vierzehn Stunden das zusammenzupacken, da ist gar nicht so ohne.

00:20:20: Ach

00:20:20: ganz kurz, wenn ich dich mal unterbrechen darf, was ich gar keinen Fall vergessen darf, ist es Ihren Amt.

00:20:26: Wolltest du darauf hinaus?

00:20:28: Wäre ich gleich noch draufgekommen.

00:20:29: Aber ... Ich bin still, komm!

00:20:32: Mach du einfach weiter.

00:20:33: Das Ehrenamt.

00:20:34: Also ohne das Ehrenamt würde hier nichts laufen.

00:20:38: Die unterstützen uns wirklich, ob das bei der Babybegrüßung ist, ob es bei Angeboten ist oder dabei ist, irgendwas vorzubereiten oder auch nachzubereit.

00:20:49: Ganz viele Angebote können nur laufen und stattfinden, weil wir vom ... Ehrenamt unterstützt werden.

00:20:57: Und ich habe jetzt gerade eine Einladung rausgeschickt für all die Unterstützerinnen des Familienzentrums, also dazu gehören auch die Sponsoren, die die Babybegrüßungsbeutel füllen und das sind insgesamt zweiundsechzig Menschen hier im Familienzentrem, die in irgendeiner Art und Weise tätig sind ehrenamtlich oder sponsorn.

00:21:24: Ich kann dies ja leider nicht dran teilnehmen, weil ich einfach in den Urlaub fahre.

00:21:28: Deswegen bin ich ein bisschen traurig und komme nämlich auch immer sehr gerne.

00:21:30: Und ich finde das total wertschätzend was du da machst oder was ihr auf die Beine stellt damit wir ja ein bisschen Dankbarkeit zurück bekommen.

00:21:39: also vielen dank im Namen der Ehrenamtlichen.

00:21:42: an dich

00:21:43: Danke.

00:21:44: auch ohne euch, ohne all die Menschen würde das hier nicht funktionieren.

00:21:50: Gibt es denn in deiner Arbeit Sachen oder Situationen, wo du sagst?

00:21:55: Die sind dir besonders in Erinnerung geblieben.

00:21:59: Welche Situation mir immer wieder sehr in Erinnung bleiben und mich auch in meiner Arbeit bestätigen ist wenn Menschen die hierher kommen ob jung oder alt irgendwann für sich dieses Vertrauen fassen um mit Themen vielleicht auch sehr tief beschäftigen nach Außentreten.

00:22:24: Um sich Hilfe zu holen, um für sie peinliche Situationen zu erzählen und eine Unterstützung brauchen oder Dinge die Sie beim ersten Mal des Betretens vom Familienzentrum nie erzählt hätten.

00:22:46: Das heißt, ihr schenkt euch gegenseitig.

00:22:50: Ja, Vertrauen!

00:22:51: Ihr schenkt euch gegeseitig ja auch in gewisser Weise näher und das muss man ja auch zulassen können.

00:22:57: Das Wichtige ist die Basis dass man in Beziehung ist sich zu begegnen festzustellen Dass der andere auch nur ein Mensch ist.

00:23:07: Das hast du schön gesagt.

00:23:09: Ich finde gerade in der heutigen Zeit ist das leider nicht mehr so selbstverständlich und umso schöner, dass du versuchst, das hier im Familienzentrum noch durchzuziehen.

00:23:21: Wenn man jetzt in Bereiche wie Berlin auch guckt wo die Bevölkerung sehr anonym unterwegs ist und keiner mehr den anderen richtig kennt oder vertraut Und wenn man jetzt hier aufs, der Dorf hätte ich etwas gesagt.

00:23:36: Aber hier nach Michendorf mal schauen oder in Gemeinden auch woanders.

00:23:40: Mal schauen dass da ein gewisses Vertrauen noch aufgebaut werden kann und eine Nähe und das Miteinander einfach erhalten bleibt.

00:23:50: Das mag ich sehr.

00:23:51: Das stinkt fast so ein bisschen wie einen Verein.

00:23:53: So ne Vereinstruktur.

00:23:55: Also du bietest mehrere Angebote.

00:23:56: Du bietst so viele Begegnungen.

00:24:00: Das ist schön!

00:24:02: Ich lächel gerade, weil ich mich grad für dich freue.

00:24:06: Weil das glaub ich ... dich und dein Familienzentrum genau so ausmacht und sehr gut beschreibt.

00:24:11: Ich glaube danke!

00:24:12: Ja?

00:24:14: Hast du sehr gut

00:24:14: geschrieben?!

00:24:17: Machst der auch täglich?

00:24:17: ne?

00:24:18: Genau!

00:24:19: Ihr wollt eigentlich fragen was dir am meisten Spaß macht an der Arbeit aber ich glaub so ein bisschen hatte ich schon, ne?

00:24:25: Die Menschen!

00:24:26: Punkt

00:24:29: einfach Punkt.

00:24:30: okay.

00:24:30: Jetzt kommt noch mal ein bisschen nachdenklicher Teil.

00:24:33: Ich will dich mit reinnehmen, was meinst du?

00:24:36: Warum ist das Familienzentrum heute vielleicht auch ja noch wichtiger als früher?

00:24:42: Ich

00:24:42: glaube weil das Familien-Zentrum gewachsen ist.

00:24:47: es ist gewachsen zu einem Ort wo Familie ein ganz breites Feld ist und dass Familie nicht nur Vater Mutter Kind ist sondern Alleinerziehende Mutter, alleinerziehender Vater.

00:25:03: Ein schwules Pärchen ein lesbisches Pärchchen mit einem Kind oder auch ohne Senioren die allein sind wo vielleicht der Mann oder die Frau verstorben ist Neugeborene Geschwisterkinder.

00:25:16: und deswegen finde ich diesen Ort wichtiger als denn je weil hier Begegnung stattfindet, weil hier Informationen weitergegeben werden.

00:25:27: Weil hier genetztwerkt wird.

00:25:30: Wenn jemand kommt und erzählt ach Mensch ich brauche das und jenes dann sagt jemand anders Ich kenne da jemanden Und das würde den Menschen nicht passieren wenn sie nicht zusammen wären und da muss man sich gar nicht mal kennen dass das passiert.

00:25:47: Das ist Gemeinschaft.

00:25:49: Genau Das mag ich auch total.

00:25:51: Das ist ja mein Gedanke vom Netzwerkpflege und Inklusion, dass man einfach miteinander Informationen austauscht, teilt sich untereinander hilft und füreinander letztendlich da ist?

00:26:03: Genau!

00:26:03: Und das ist für mich Gemeinschaft, genau das Entscheidende.

00:26:07: Was würdest du Menschen sagen die sich nicht trauen hier vorbeizukommen?

00:26:11: Dann ist es wohl noch nicht der richtige Zeitpunkt... Also was würde ich denen sagen?

00:26:17: Dass die Tür immer offen steht

00:26:20: Tür und Fenster sind immer

00:26:21: offen.

00:26:22: Fenster auch?

00:26:22: Fenster ist auch offen, man kann auch mal reingucken!

00:26:26: Das ist auch sehr schön weil wir liegen ja so ein bisschen tiefer als die Straße und wenn man hier lang läuft, kann man da auch reing gucken.

00:26:33: Und da gibt es schon immer wieder sehr neugierige Blicke und ich winke dann auch freundlich zu.

00:26:43: Desgreif mir Vorsicht mit einem schönen Tee in der Hand, wird dann erst mal schön abgewunken.

00:26:51: Nein!

00:26:52: Also das erlebe ich auch hier jedes Mal.

00:26:55: Die Tür steht immer offen und man darf immer herkommen.

00:26:57: Man darf sich einen Überblick verschaffen von dem was hier angeboten wird.

00:27:02: Genau.

00:27:03: Meine drei Tipps stehen einmal kurz an die würde ich mal kurz mit raus hauen.

00:27:07: ja weil der Hörer möchte bestimmt die gerne hören habe keine Scheu Unterstützung anzunehmen.

00:27:14: niemand muss alle Herausforderungen alleine bewältigen.

00:27:19: Es ist eine Stärke, sich Hilfe zu holen!

00:27:23: Man traut sich meistens irgendwie nur gar nicht und diesen ersten Schritt zu machen – du bist nicht allein, du bist dabei und einfach machen.

00:27:32: Tipp zwei, suche den Austausch zu anderen Menschen ob Eltern, Großeltern oder Nachbarn.

00:27:39: Oft merkt man erst im Gespräch dass andere ähnliche Fragen oder vielleicht sogar Sorgen haben.

00:27:46: Wie du auch gerade schon gesagt hast, der eine kennt den anderen.

00:27:48: Der eine kann dem anderen helfen oder ich kann ihm vielleicht sogar helfen weil ich eine gewisse Erfahrung oder irgendwas habe.

00:27:56: das ist so wichtig.

00:27:57: Tipp drei nutze die Angebote vor Ort.

00:28:01: Das heißt das Familienzentrum oder die Familienzentren sind Orte der Begegnung des Austauschs und der Unterstützung.

00:28:09: Oft entdeckt man dort Möglichkeiten, von denen man vorher gar nichts wusste.

00:28:15: Das heißt, man muss nicht in die große weite Welt fahren!

00:28:17: Man muss nicht immer ganz weit wegfahren... ...man kann einfach mal vor die Tür gehen und zum Familienzentrum rüber lunschen und da wird einem geholfen.

00:28:25: So einfacher ist es!

00:28:27: Miri wenn du jetzt einmal nach vorne blicken kannst bevor wir hier die Folge ganz schließen worauf freust Du dich in den nächsten Monaten?

00:28:35: Was steht so bei dir an, wenn du jetzt mal in das restliche Jahr jetzt schaust?

00:28:40: Da stehen noch ganz viele Angebote an für Familien, Senioren.

00:28:46: Für Kinder, dass gemeinsame kochen und dann gemeinsames Essen und Ausflüge.

00:28:53: Und was ich noch sehe sind viele Besucherinnen!

00:28:57: Sehr schön.

00:28:58: Das klingt gut.

00:28:58: Das heißt euer Aufruf liebe Hörerinnen und Hörern ihr dürft vorbeikommen

00:29:03: Ihr dürft nicht nur vorbeikommen, ihr dürft sogar auch mit einer Idee vorbei kommen.

00:29:08: Und mitmachen?

00:29:09: Ja!

00:29:09: Also mit einer ideekommen Fragen kann ich das hier anbieten.

00:29:14: Okay.

00:29:16: Das klingt gut.

00:29:20: Ich wollte dich gerade fragen was möchtest du den Hörern mit auf dem Weg geben?

00:29:24: also hast du quasi jetzt schon beantwortet komm vorbei bringt eine idee mit und wenn er keine Idee habt kommt trotzdem vorbei und hört euch an.

00:29:32: Miri danke

00:29:33: Martin.

00:29:34: Danke ebenfalls!

00:29:36: Das hat mir total Spaß gemacht mit dir heute.

00:29:38: Danke, dass ich hier im Familienzentrum sein durfte.

00:29:41: Es war schön zu erfahren wie vielseitig deine eure Arbeit hier ist und wie vielen Menschen ihr vom Kleinkind bis zum Senioren Wie ihr allen helfen könnt begleitet unterstützt.

00:29:52: also Ich wünsche dir ganz ganz viel Erfolg weiterhin Und unterstütze dich gerne bei deiner wichtigen Arbeit.

00:29:58: Also halte durch Liebe Hörer, liebe Hörerin, haltet auch ihr durch.

00:30:03: Kommt gerne vorbei!

00:30:04: Schaut euch das gerne mal an und ihr kennst schon einfach reinhören, einfach machen Dein Pfleger Martin.

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